Regionale Projekte

Abschlussbegehung und Bewertung des Renaturierungserfolgs

Die Entwicklung des Uferbewuchses hat uns in Erstaunen versetzt:

Die Weiden haben sich prächtig entwickelt und beachtliche Höhen erreicht; die vor 5 Jahren nachgesetzten Stecklinge insbesondere im mittleren und unteren Teil des Gewässerabschnitts haben sich zu einem niedrigeren und durchgängigen Gehölzsaum entwickelt.

Von den in 2014 gepflanzten Erlen (20 Stück) waren in den ersten zwei Jahren bereits 15 Erlen vollständig incl. ihrer Pflanzpfähle verschwunden … 2026 sind die übrig gebliebenen fünf Erlen zu beeindruckenden Bäumen herangewachsen.

im Aktionsgebiet hat sich ein fast durchgehender Gehölzsaum auf einer Länge von ca. 400 m beidseits des Bachs etabliert. Drei Lücken sind weiterhin durch den Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen (Furt) sowie durch Wildwechsel bedingt.

Der dichte Ufergehölzbestand aus Weiden und Erlen führt zu einer wirksamen Beschattung des Gewässers. Trotz sommerlicher Trockenphasen zeigt der Kohlenbrucher Bach im Jahr 2026 eine im Vergleich zu den Vorjahren deutlich stabilere Wasserführung. Hinweise auf fortschreitende Sohlerosion oder Uferinstabilitäten wurden nicht festgestellt.

Der stabile Uferbewuchs und die Gewässer- und Uferbeschattung wirken sich mehrfach aus:

  • geringere Wassertemperaturen
  • erhöhter Sauerstoffgehalt
  • verbesserte Wasserqualität
  • geringeres Wachstum dichter Wasserpflanzen
  • weniger Verlandung durch organisches Material
  • konzentriertere Strömung im Gerinne
  • Lebensraum für Tiere

Dadurch wird weniger Sediment in der Sohle festgehalten, die Strömung kann vorhandenes Feinmaterial leichter austragen, sodass sich ein kiesigeres, leicht tieferes Bachbett ausgebildet hat. Mit einer Eintiefung von etwa 15–20 cm weist die Gewässersohle eine natürliche Anpassung auf.
Die beobachtete morphologische Entwicklung ist als Ausdruck einer eigendynamischen Gewässerentwicklung und insgesamt als positiver Renaturierungserfolg zu bewerten.

Dies kann ein Indiz dafür sein, dass die Beschattung und eigendynamische Entwicklung die Klimaresilienz des Gewässerabschnitts verbessert haben.

 

 


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