Internationale Projekte

Patenschaft und Operation Marion Nyadoi

Im April 2010 haben Marion Nyadoi und ihre Mutter Connie Achola aus Uganda einen aufregenden Flug hinter sich. Wegen des Aschefluges aus dem isländischen Vulkan konnten sie ihre erste Reise nach Europa erst nach Zwischenstopp in Dubai über Paris und Rom fortsetzen.

Marion ist zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern und drei weiteren Geschwistern in Tororo, einem kleinen Ort in Uganda. Dr. Christiane Maleika aus Saarbrücken hat bei einem ihrer Einsätze als Ärztin diese Gegend persönlich kennen gelernt und wollte angesichts der Armut der dortigen Landbevölkerung nicht tatenlos bleiben. Sie gründete den Verein "Hilfe für Tororo/Uganda e.V.". Eine weiterführende Schule, Schul-und Ausbildungspatenschaften, verschiedene Projekte für Frauen und eine Krankenstation helfen mit, dass die Menschen den Armutskreislauf durchbrechen.
 

Patenschaft für Marion

Bei einem Informationsabend für unseren Serviceclub Soroptimist Merzig-Saarlouis (SI) stellte die Ärztin ihr Projekt vor. Spontan erklärten sich die Mitglieder bereit, eine Patenschaft für Marion zu übernehmen. Der Club zahlt das Schulgeld und ermöglicht Marion die Grundlage für eine gute Ausbildung.
 

Operation für Marion

Marion hat seit ihrer Geburt einen Klumpfuß. Sie wurde in ihrem Heimatland vor ein paar Jahren bereits daran operiert, aber die OP brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auf Initiative der Kinder- und Jugendärztin Dr. Sigrid Bitsch, die selbst Mitglied des Clubs ist, wurden vorhandene Röntgenbilder nach Saarlouis geschickt und ausgewertet. Bei der Leitung der Marienhaus Klinik St. Elisabeth Saarlouis fand Frau Dr. Bitsch bei dem Ärztlichen Direktor Dr. Klaus-Peter Reimund und bei dem späteren Operateur Dr. Michael Kunz ein offenes Ohr. Die Klinik war sofort bereit, die Operation durchzuführen, und auch die Kosten für den Klinikaufenthalt zu übernehmen. Blieben nur noch die Kosten für Flug und Visum. Da Marion erst 14 Jahre alt war, boten die SI-Mitglieder Marions Mutter an, mitzukommen. Frau Achola konnte im Krankenhaus bei ihrer Tochter bleiben, die Klinik sorgte für ihren Unterhalt, den Flug zahlte SI.

Zehn Tage blieb Marion in der Klinik, die Gehstützen benötigte sie noch für mehrere Wochen. Nach den ersten Nachuntersuchungen waren die Ärzte sicher, dass die Operation ein voller Erfolg war. "Besser als erwartet", so Operateur Kunz. Marions erster Ausflug war der Besuch eines Saarlouiser Eiscafés.
 

                     
Dr. Christiane Maleika, Dr. Michael Kunz,                            Marion und Dr. Sigrid Bitsch
Marion Nyadoi und Connie Achola (v.l.)



Marion 2014 - 4 Jahre nach OP

alle Fotos © SI Merzig-Saarlouis


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